CDU – Diskussionsabend zur Neuregelung der Klassenfahrten stößt auf großes Interesse

„Ein Bürokratisches Monster“ nannte Landtagsabgeordneter Christian Tischner die neuen Regeln der Landesregierung im Rahmen eines Diskussionsabends am Montagabend. Viele Eltern, Lehrer und Elternsprecher waren der Einladung der CDU gefolgt und nutzten die Gelegenheit, dem Bildungspolitischen Sprecher seiner Landtagsfraktion Fragen zu stellen.

Wo früher Mittel aus einem Landesfond abgerufen werden konnten oder Lehrer Reisekosten direkt über die Steuererklärung absetzen konnten, erschwere nun Rot-Rot-Grün die Arbeit von Schülern und Klassenlehrern. Nach den Plänen der Landesregierung müssen Schulen nun Klassenfahrten bis weit über 18 Monate im Voraus planen und in einer Liste der gesamten Schulen priorisieren. Über diese Mittel sollen dann Schulverwaltungsämter über Anträge befinden und entscheiden, welche Klassenfahrt nun bezuschusst werden könne und welche nicht.

„Es geht hier aber ausschließlich um die Fahrtkosten der begleitenden Lehrer“, betont Tischner. Der Moderator des Abends Andreas Kinder, stellvertretender Kreisvorsitzendender der CDU, ergänzt: „Die Crux ist, dass weder die Eltern noch die Lehrer selbst für Ihre Fahrtkosten aufkommen dürfen. Juristen könnten daraus leicht kompromittierende Vorwürfe stricken.“

„Aber es geht doch um die Kinder!“ wiederholt eine der anwesenden Mütter irritiert. Ein Argument, das Tischner und Kinder teilen. Gern würde die CDU zur alten und einfacheren Regelung zurückkehren. „Aus der Opposition heraus werden wir Ministerin Klaubert immer wieder Druck machen“, versprach der Landtagsabgeordnete.

Viele Fragen wurden gestellt: Können Fördervereine unterstützen? Wieviel Arbeit bedeutet das Antragsprozedere insgesamt? Was ist mit Klassenfahrten von fünften Klassen, wo weder Klassenstärke noch Lehrer 18 Monate vorher feststehen?

„Das Land muss verstehen, dass Klassenfahrten eben keine Lustfahrten sind. Sie haben immer einen bildenden Hintergrund“, bestärkt der Magister der Erziehungswissenschaften Kinder die Gäste. Auch MdL Tischner will den Eltern ein wenig Verunsicherung nehmen. „Wenn Sie Schwierigkeiten mit Ihrer Klassenfahrt haben, melden Sie sich bei mir. Bisher hat unser Druck als Opposition immer zum Erfolg geführt."

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